Historisch, herrlich, hessisch: das Rahmenprogramm
Wie gut, dass wir einen Ärztetag der kurzen Wege haben, so können Sie unser (wirklich tolles) Rahmenprogramm praktisch lückenlos erleben.
Klicken Sie auf den jeweiligen Programmpunkt, um mehr zu erfahren!
Montag, 3. Mai 2027
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Fotografie der Tötungsanstalt Hadamar mit rauchendem Schornstein 1941Foto: Gedenkstätte Hadamar Festsaal im Rathaus Wiesbaden
Die Ausstellung "Menschen in Hadamar – Verfolgte und Ermordete der 'Euthanasie'-Tötungsanstalt" zusammen mit der Gedenkstätte Hadamar beschäftigt sich mit einem finsteren Kapitel der deutschen Geschichte, in der Helfer zu Tätern und Hilfsbedürftige zu Opfern wurden. Die heutige Gedenkstätte geht aus der ehemaligen "Landesheilanstalt" im hessischen Hadamar hervor, wo von 1941 bis 1945 fast 15.000 Menschen ermordet wurden. Hadamar war Teil des nationalsozialistischen "Euthanaisie"-Programms. Zu den Opfern gehörten psychisch Erkrankte und Menschen mit Behinderung, Alte und Junge, Männer, Frauen und Kinder. Menschen, denen aufgrund einer menschenfeindlichen Ideologie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit abgesprochen wurde.
Die Ausstellung läuft im Festsaal im Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, bis zum 14.05.2027.
Beachten Sie hierzu auch unseren Kinoabend am Dienstag, den 4. Mai.
Dienstag, 4. Mai 2027
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Foyer im RheinMain CongressCenterFoto: Thomas Ott, www.o2t.de RheinMain CongressCenter (RMCC), Terrassensaal, Foyer, Rotunde
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung des Deutschen Ärztetags 2027 lädt die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden zum Empfang in den Terrassensaal des RMCC ein.
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Besucher im Museum Reinhard ErnstFoto: Museum Rheinhard Ernst Museum Reinhard Ernst
Erleben Sie exklusive Führungen für die Gäste des Deutschen Ärztetags durch das Museum Reinhard Ernst (mre), ein architektonisches Meisterwerk mit seiner einmaligen Privatsammlung abstrakter Kunst.
Das mre ist eines der wenigen Museen weltweit, die sich exklusiv der abstrakten Kunst widmen. Viele der Künstlerinnen und Künstler der Sammlung Reinhard Ernst gehören zu den wichtigsten des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie haben die zentralen Strömungen der Abstraktion entscheidend mitgeprägt.
Bis vor wenigen Jahren war es nur wenigen Kunstfreunden vergönnt, diese hochkarätigen internationalen Werke zu sehen. Mit dem neuen, erst 2024 eröffneten mre, entworfen vom japanischen Star-Architekten Fumihiko Maki, erhalten die Werke nun den adäquaten Rahmen und wurden für die Allgemeinheit zugänglich.
Das Museum Reinhard Ernst liegt übrigens in unmittelbarer Nachbarschaft, schräg gegenüber dem RMCC bzw. "unserer" Halle Nord. Und der weiße Kubus ist wirklich nicht zu übersehen.
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Szene aus dem Film "Ich klage an"Foto: Murnau-Stiftung RheinMain CongressCenter (Saal wird noch bekanntgegeben)
"Ich klage an" - Historische Filmvorführung mit Einführung und Diskussion. Wer bei Nazi-Propaganda nur an markige Sprüche und rasselnde Militärparaden denkt, wird an diesem Abend eines Besseren belehrt. Ganz harmlos und leichtfüßig kommt er daher, der Kinofilm "Ich klage an" von 1941, doch hinter der professionell inszenierten Unterhaltung verbergen sich die zutiefst menschenverachtenden Absichten des NS-Regimes.
"Ich klage an" ist ein ebenso perfider wie faszinierender Propagandastreifen. Und eine Besonderheit in der Reihe der NS-Propagandafilme. Das Drehbuch wurde von Heinrich Goebbels persönlich überarbeitet. Die Handlung spielt im Ärztemillieu, thematisiert den Leidensweg einer jungen Arztgattin und liefert schließlich in einem Gerichtsprozess (daher der Titel), reihenweise Argumente für die Legalisierung des assistierten Suizids, also des Tötens auf Verlangen – um dieses Thema geschickt und kaum merklich mit dem gezielten Ermorden von Patienten zu vermischen. Der Film sollte Akzeptanz schaffen für das mörderische "Euthanasie"-Programm des NS-Staats – und stellte dazu die ärztliche Berufsethik auf den Kopf. Schritt für Schritt, ganz subtil. Nicht umsonst zählt die Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung "Ich klage an" zu den sogenannten Vorbehaltsfilmen. Vorbehaltsfilme können nur mit Zustimmung und unter den Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.
Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ermöglicht uns eine exklusive Vorführung dieses Propagandafilms mit einer kenntnisreichen Einführung in den historischen Kontext.Im Anschluss an den Film haben Sie vielleicht das Bedürfnis, auf jeden Fall aber die Gelegenheit, Fragen zu stellen und das Erlebte untereinander und mit fachkundigen Experten zu diskutieren.
Bitte beachten Sie hierzu auch die thematisch passende Ausstellung "Menschen in Hadamar – Verfolgte und Ermordete der 'Euthanasie'-Tötungsanstalt" im Wiesbadener Rathaus.
Mittwoch, 5. Mai 2027
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Karikatur aus der Wanderausstellung "Wenn der Tod dich anlacht"Foto: Zeichnung von Johann Mayr RheinMain CongressCenter, Ausstellungsfläche
Die Karikaturenausstellung "Wenn der Tod dich anlacht" garniert den Ärztetag mit einer Prise schwarzem Humor. Sie wird vom Hessischen Gesundheitsministerium ermöglicht und von Staatsministerin Diana Stolz persönlich eröffnet.
Die Wanderausstellung umfasst 30 Karikaturen verschiedener Künstlerinnen und Künstler zu den Themen "Sterben, Tod und Trauer". Sie ist ein Kooperationsprojekt zwischen der HAGE e. V., Arbeitsbereich Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung in Hessen (KASA), und dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG).
Die Ausstellung bleibt bis zum Ende des DÄT geöffnet – so finden Sie bestimmt eine Gelegenheit zum Besuch.
Donnerstag, 6. Mai 2027
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Kurhaus Wiesbaden Kurhaus Wiesbaden
Ein musikalisch-kulinarisches Dinner im einzigartigen Ambiente des historischen Festsaals. Beim Gesellschaftsabend im Kurhaus Wiesbaden erwarten Sie gutes Essen, gute Musik und gute Gespräche.
Das Kurhaus, ein Meisterwerk des Neoklassizismus, gilt als Wahrzeichen von Wiesbaden. Es wurde ab den 1980er Jahren umfassend renoviert und lässt Sie die Bäderkultur der Belle Époque mitsamt dem feudalen Glanz der Weltkurstadt Wiesbaden nachempfinden.
Lassen Sie sich beflügeln und inspirieren vom Glanz vergangener Zeiten und der Pracht des historischen Ambientes. Und freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Abend!